Sonntag, 10. Mai 2009

Verkostungsnotiz: Merlot Cusumano, Sizilien, 2006, trocken


Ich habe schon des Öfteren über sizilianischen Wein gelesen und war natürlich neugierig wie dieser Wein schmeckt. Die Farbe besticht schon mit ihrem tiefen Purpur. Der Wein ist dicht und hat eine sehr ölige Struktur. Es wiegt sich schwer im Glas. Eine Vorfreude, da ich Merlot sehr gerne trinke, macht sich bemerkbar. Im Geruch zu erst zurückhaltend nach Schwarzkirsche und Dürrpflaume. Auch Töne von Cassis und rotem Paprika sind zu erkennen. Der Wein soll etwas Luft holen. Nach einer halben Stunde kommt sehr deutlich die Dörrpflaume hervor, umschlungen von Schwarzkirsche.
Im Geschmack zu beginn verhalten und rau auf der Zunge. Nach einer Zeit an der Luft jedoch intensiv nach Dörrpflaume und saftig eingelegten Kirschen. Er ist samtig und weich geworden. Begleitet von einem Hauch Pfeffer und einer gewissen Schärfe macht das diesen Wein zu einem besonderen Geschmackserlebnis. Eingerahmt werden die ganzen Aromen von einem Geschmack nach fruchtigem Balsamico. Ein wirklich extravaganter Wein, den man nicht so schnell vergisst. Er hat einen sehr langen Abgang.

Viele Grüße
Esther

Verkostungsnotiz: Strandgut, Cuvee aus Riesling und Weißburgunder, Weingut Peters, Saar, 2007, trocken

Ich bin ja schon ein großer Fan vom Weingut Peters, da das Weingut fantastischen Wein von der Saar macht. Der Weißburgunder hat schon mein Herz gewonnen und das Cuvee Weiß&Grau ist ebenso spitze. Dieser Wein hat aber noch mal eine hervorragende geschmackliche Finesse und ist ein gaumenfreudiges Erlebnis. Ein feiner Duft nach Stachelbeere, Birne und Wiese streichelt die Nase. Die Birne des Rieslings und die Wiese des Weißburgunders sind deutlich zu erkennen. Weiterhin kommen Aromen von Kiwi, Aprikose und Honigmelone dazu. Diese freudig, fruchtig, frische Kombination lässt einem das Wasser im Munde zusammenlaufen. Und der erste Schluck ist ein absolutes Gedicht. Die prickelnde Säure des Rieslings und die Zartheit und Süße des Weißburgunders verbinden sich zu einem herrlichen sich umschlingenden Paar. Apfel und Birne küssen Blumen und Stachelbeere, welch ein Traum. Ein Hauch von Aprikose und Grapefruit machen das Bild komplett.
Eine wahre Entdeckung mit freudiger Erinnerung, die haften bleibt. Das war nicht das letzte mal, dass der Wein getrunken wurde.

Viele Grüße
Esther

Verkostungsnotiz: Trollinger&Lemberger Rose, Weingut Baumgärtner, Württemberg, 2006, trocken

Der nächste Wein vom Weingut Baumgärtner war dieser Cuvee. Ein etwas herberer Rose als der Trollinger alleine. Der Lemberger bring eine gewisse rassige Note in den Rose. Ein Duft von Walderdbeere und Pfirsich steigt in die Nase, außerdem ein zarter Hauch von Aprikose. Im Geschmack angenehme Süße und leichte Säure. Kombiniert mit der leichten Herbe des Lembergers ist es ein leckerer Trinkwein, kommt aber nicht an die Roses aus Spanien oder einen Schwarzriesling Rose heran. Aber für ein leichtes Tröpfchen zwischendurch ist er sehr gut. Und es muss ja nicht immer ein Spitzenwein sein.

Viele Grüße
Esther

Sonntag, 26. April 2009

Verkostungsnotiz: Trollinger Weißherbst, Weingut Baumgärtner, Württemberg, 2005, trocken

Ich hatte mir demletzt einige Roses vom Weingut Baumgärtner besorgt. Dort war auch dieser Trollinger. Ich mag normalerweise keinen roten Trollinger, aber neugierig wie ich bin, wollte ich das probieren. Es war ein einfacher Wein im Liter. Das Aussehen war zart rose-orange.
In der Nase Düfte nach Erdbeere, Aprikose und Melone. Außerdem eine gewisse Herbe bis hin zur Holzigkeit, war diesen Wein etwas kantig machte. Vielleicht etwas zuviel für einen Rose.
Der Geschmack war auch etwas herb und holzig mit schwacher Säure und kaum Süße. Ein Hauch von Erdbeere. Etwas langweilig und nach unreifen Obstschalen.
Da gibt es andere Rose, die ich vorziehen würde. Aber jemand, der Trollinger mag, ist sicher auch ein Freund dieses Weines.

Viele Grüße

Esther

Sonntag, 12. April 2009

Verkostungsnotiz: Bordeaux Cotes des Castillon, Chateau de Fontenay, 2002, trocken

Dieses kleine Chateau am Rande von Saint-Emillion sorgt für Aufsehens erregende Weine. Die Vinifizierung erfolgt nach den gleichen Regeln wir im Saint-Emillion. Nach 12 Monaten im Barrique und kommt der Wein erst nach 2 Jahre in das Glas des Verbrauchers. Das ist die Philosophie dieses Chateaus. Im Glas blutrot, ölig mit sehr dichter Struktur, was mehr erwarten lässt. Der Geruch besticht durch seine starken Aromen nach Pilzen und Leder. Außerdem, was mir noch nie bei einem Wein begegnet ist, ein deutliches Aroma nach Salami. Im Mund schmiegt sich die samtige Struktur an den Gaumen und überrascht mit ungewöhnlich starken Aromen nach Rauch, Pilzen und wieder die Salami. Das macht den Wein sehr extravagant mit eigenem Kopf. Leicht fruchtige Aromen nach roten Johannisbeeren und Pflaume runden den herben Charakter des Weines auf geniale Weise ab.
Dieser Wein ist sicher keine Liebe auf den ersten Blick. Aber durch seine extravagante Art bleibt er einem mit langem Abgang in Erinnerung und man wird diesem Wein sicher einmal wieder mit Freude begegnen.

Viele Grüße
Esther

Freitag, 10. April 2009

Verkostungsnotiz: Schwarzriesling Weißherbst, Württemberg, Weingut Baumgärtner, 2005, halbtrocken


Die Farbe eines schönen Weißherbstes erweckte freudiges Erwarten auf den ersten Schluck. Ein dunkles Lachsrosa mit leicht orange-farbenen Anklängen steht vor einem. In der Nase fruchtiger Duft nach Walderdbeeren gepaart mit Aromen nach Pfirsich und Aprikose. Der erste Schluck gibt ein wunderschönes Spiel aus leichter Säure und deutlicher Süße wieder. Der kräftige Geschmack nach Walderdbeere kombiniert mit einem Hauch Kirschen harmonisiert mit einer leichten Herbe. Der mittlere Abgang passt zu dem Wein. Es ist kein fantastischer Rose, aber ein gut trinkbarer Wein, den man jeden Tag mal trinken kann und an dem man seine Freude hat.
Viele Grüße
Esther

Sonntag, 22. März 2009

Verkostungsnotiz: Vino Frizzante:Marzemino(100%) del Veneto IGT, Venezien, Viticoltori Ponte, lieblich

Ich war sehr neugierig auf den roten Vino Frizzante aus Venetien. Er sah schon im Glas verführerisch aus. Leicht perlend in einem dunklen Kirschrot. Ein saftiger Geruch nach reifen Kirschen, Kirschlikör und sonnengereiften Brombeeren steigt in die Nase. Es folgt ein Geschmackserlebnis das seines Gleichen sucht. Ein fruchtig, prickelndes Gefühl gepaart mit dezenter Süße. Im Geschmack hätte ich nie den Wein als lieblich eingestuft. Höchstens als halbtrocken. Das leicht prickelnde Gefühl kitzelt im Mund wird unterstrichen durch Aromen von Kirsche, Brombeer und Cassis. Eine leichte Herbe rundet den vollkommenen Geschmack ab. Ein absolutes Highlight des Geschmacks. Diesen Vino Frizzante muss man genießen und nicht einfach so wegtrinken. Ein himmlisches Vergnügen! Ein absoluter Favorit von mir.




Viele Grüße
Esther