Samstag, 20. Juni 2009

Weinprobe beim Weingut Peters, Wiltingen, Saar

Hallo zusammen,

ich war demletzt bei einer Weinprobe beim Weingut Peters. Ich wollte dort schon lange hin, da ich von seinem Weißburgunder so begeistert bin. Und als ich erfahren habe, dass er dieses Jahr einen reinen Graubrugunder auch produziert hat, wollte ich so schnell wie möglich mir davon ein Bild machen.
Die Weinprobe begann bin dem 2008er Riesling trocken im Liter. Ein ausgewogenes Süß-Säure-Verhältnis mit noch etwas verhaltenen Noten. Die Weine waren alle sehr jung noch und brauchen noch etwas Zeit zum wachsen. Dieser Literwein war aber äußert gut und ein leichter unkomplizierter Wein für den Sommer.
Weiter ging es mit dem Riesling QBA 2008 Wiltinger Klosterberg, werlcher ähnliche Oechle-Werte hatte, aber ein wenig mehr Restzucker. Und das stand dem Wein sehr gut. Die Saar-Rieslinge haben ihre ganz eigene Finesse und Schlankheit, die man sonst nirgends findet. Deutlich mineralisch und leichte Fruchtnoten machen diesen Wein zum harmonischen Essenbegleiter.
Dann kam mein schon vom Vohrjahr bekannter und hoch geschätzter Weißburgunder 2008. Hier waren die Oechlse etwas höher und die Säure und die Süße sehr harmonisch und leicht, typisch für einen jungen Weißburgunder. Die hohe Mineralität stört die milde Säure und Süße gar nicht, da der Wein sehr harmonisch wirkt. Wenn der Wein noch ein paar Wochen Ruhe in der Flasche hat, dann wird er seine volle Pracht entfalten.
Der Sauvignon Blanc von Peters ist ausgeprochen lecker und knackig. Erninnert an die Sauvignons aus Neuseeland und hat den typischen Paprika- und Pfeffer-Ton in der Nase. Herrlich knackig, grün und frisch. Diesen Wein kann man sowohl zum Essen als auch einfach nur so an einem heißen Sommerabend genießen.
Nun kam der Grauburgunder, de rmich so neugierig machte. Und meine Neugier wurde gestillt und meine Erwartungen vollstens gestillt. Ein schöner sortentypischer Grauburgunder schimmerte im Glas und strömte in die Nase. Aromen von reifen tropischen Früchten, die noch etwas verhalten waren durch die Jugendlichkeit, machten sich in der Nase bemerktbar. Das ausbalancierte Spiel zwischen Süße und Säure, Alkohol und Mineralität findet ein freudiges Ergebnis in diesem Wein.
Danach probierte ich noch den Riesling kabinett Wiltinger Braunefels und die Riesling Spätlese Scharzhofberger, von der mir schon viel berichtet wurde. Der Braunefels hat eindeutlig mehr Schiefer im Boden, was sich im Wein auch wiederspiegelt. Der Scharzhofberger ist tiefgründiger und dadurch auch saftiger und geahltvoller im Mund. Beide haben ein ausgewogenes Verhältnis von Süße und Säure, wobei mir der Scharzhofberger 2008 etwas besser gefällt als der Brauneberger 2008.
Zum krönenden Abschluss gab es dann noch eine Riesling Auslese 2007 Martha`s Weinberg zu probieren. Diese war sehr mineralisch und hatte eine deutlische Säure, was den Wein sicher sehr langlebig macht. Mir hat ein wenig die Frucht gefehlt, die ich bei einer Riesling Auslese erwarte. Der Wein hatte einen zarten Schmelz und viel Körper und ausgespochen harmonisch, bis auf die etwas fehlenden Aromen, die man erwartet.
Alles in Allem war es ein sehr interessanter Besuch, nur schade, dass Herr Peters selber keine Zeit hatte, da ich noch einige fachspezifische Fragen hatte, die ich gerne gestellt hätte beim Probieren. Das werde ich beim nächsten Mal nachholen.
Der Besuch hat mich in meiner hohen Meinung über das Weingut nur bestätigt und wird mich auch weiterhin als treuen Kunden behalten. Ich kann das nur jedem empfehlen, sich mal Wein von Herr Peters zu kaufen, wenn man schöne, schlanke Saar-Weine mag.
Dann viel Spaß beim Verkosten und bis zum nächsten Mal.

Viele Grüße
Esther

Donnerstag, 21. Mai 2009

Neue Verkostungsnotiz-Form

Hallo zusammen,

ich hoffe ihr lest fleißig und freue mich über jeden Kommentar und Anregung. Ich habe die letzten Wochen eine nebenberufliche Ausbildung zum Wine-Expert-Bronze an der Wein,-und Sommelierschule in Koblenz gemacht und diesen erfolgreich abgeschlossen. Es folgt jetzt noch ein Silber-Kurs im Herbst und ein Gold-Kurs nächstes Frühjahr und danach mache ich die IHK Prüfung zur Weinfachberaterin.
Daher werden meine Verkostung ab sofort etwas anders aufgebaut werden und sehen etwas anders aus. Nur dass ihr euch nicht wundert. Im Laufe des Jahres werde ich dann auch eine eigene homepage haben, dazu informiere ich aber rechtzeitig.
Ich wünsche euch viel Spaß beim weiteren Lesen und frohes Verkosten...

Viele Grüße
Esther

Verkostungsnotiz: Auxerrois, Krämer&Lorscheider(Vertrieb), Bernard-Massard(Hersteller), Grand Premier Cru, 2007, trocken


Da mich das kleine Weingut Krämer-Lorscheider schon sehr oft positiv überrascht hat mit Ihren preiswerten Spitzenweinen. Und da ich ein großer Auxerrois Fan bin war ich natürlich neugierig auf den Wein. Und da es an der luxemburger Mosel sehr gute Auxerrois gibt, war die Vorfreude noch größer. Und ich wurde bestätigt, noch mehr als das.
Beim ersten Geruch umströmen saftig grün-fruchtige Noten nach Wiese, Zitrus und Grapefruit die Nase, welche das Wasser im Munde zusammenlaufen lassen. Außerdem umschmeichelt ein lieblicher Duft nach knackiger Birne die Nase.
Im Mund ein prickelnd frisches Zusammenspiel von zarter Süße und kribbelnder Säure gepaart mit einer leichten Herbe. Herrlich grün und frisch. Eine sinnlich fruchtige Kombination aus Grapefruit, Birne und Mirabelle streicheln den Gaumen und lassen einen verzückend schmunzeln. Unterstrichen wird das Erlebnis durch starke Anzeichen nach unreifer Stachelbeere. Der Wein hat einen langen und intensiven Abgang. Dieser körperreiche, aber säurearme und trotzdem charakterstarke und frische Wein macht einem nur Freude, wenn man solche Wein schätzt. Ein Auxerrois an einem heißen Sommertag ist eine traumhafte Ergänzung im alltäglichen Leben.
Viele Grüße
Esther

Verkostungsnotiz: Amarone della Valpolicella, Antario, 2004, trocken


Da ich schon viel vom Amarone della Valpolicella gehört habe und noch einen im Keller hatte, den ich nicht kannte, war ich schon ganz gespannt. Der Wein ist blutrot, dicht und ölig. Der Geruch nicht sehr ausdrucksstark. Leicht nach Brombeere, Heidelbeere und Pflaume, aber alles nur ganz schwach im Aroma. Eher unspektakulär. Im Geschmack weich und samtig, aber auch hier etwas langweilig einseitig. Leicht nach Pfeffer und Nelke und etwas Heidelbeere lässt sich erahnen. Aber insgesamt eher fade und langweilig im Geschmacksbild. Da habe ich mir mehr erhofft. Aber ich werde noch einen weiteren Amarone probieren. Vielleicht war das ja eine negative Ausnahme. Aber diesen Wein werde nicht sicher nicht noch mal kaufen. Da hat das Preis-Leistungsverhältnis nicht gepasst. Leider eine Enttäuschung…
Viele Grüße
Esther

Verkostungsnotiz: Campo de Vides, Montsant, Grianza, 2004, trocken


Was habe ich da in meinem Keller gefunden. Ich weiß nicht mehr woher ich diesen Wein habe, aber mal sehen was er uns bringt. Ein Cuvee aus Grenache, Carignan und Cabernet Sauvignon. Da war ich sehr neugierig, da ich Grenache sehr gerne mag. Die Farbe leuchtet rotviolett mit dichter Struktur.
Ein pfeffrig, gewürziger Geruch steigt in die Nase und kitzelt leicht. Außerdem duftet der Wein herzhaft aromatisch nach Dörrpflaume und Tabak. Ein süß, lieblicher Hauch von Vanille unterstreicht das ganze mit einer gewissen Sanftheit, welches diese Komposition vervollständigt.
Im Geschmack ist die saftige Dörrpflaume zu erkennen und ein kräftig würziger Ton nach Pfeffer und Kümmel. Kräftige Noten von Rauch, Leder und Tabak machen den Wein zum einzigartig charakterstarken Erlebnis. Der liebliche Geschmack nach Vanille gibt dem Wein die Feinheit und bildet den Kontrast zu den rauchig, würzigen Noten. Eine Mischung die man nicht so schnell vergisst. Außerdem bleibt der Wein lange im Gedächtnis, weil er einen langen Abgang hat.
Zu Beginn war der Wein noch verschlossen und die Tannine kratzten stark an der Zunge, aber nach 1 h an der Luft ist aus ihm eine weiche Gaumenfreude geworden.
Viele Grüße
Esther

Weiße Offenbarung


An einem Wochenende wurde ich von meinem Lebensgefährten mit einem verlängerten Wochenende in unserem Lieblingsort in Holland überrascht. Da wir dieses Jahr noch keine Urlaub hatten, waren wir beide urlaubsreif und freuten uns sehr. Wir gingen abends dort schön frischen Fisch essen und am ersten Abend probierte ich einfach mal den weißen Hauswein, den das Restaurant im Angebot hatte. Einen Spanier. Ich hatte dem letzt noch gelesen, dass die Weinkultur in Holland stark zugenommen hat und es dort oft überraschend gute Weine vor allem aus der neuen Welt gibt, aber dazu später.
Der Weißwein. Er kam ganz unauffällig in einem Glas. Saftig gelbgrün und frisch schimmerte er im Glas. Der Duft betörte die Nase nach intensiv reifer, fruchtiger, aromatischer Grapefruit, in die man hineinbeißen möchte. Außerdem kommen exotische Noten von Papaya und Litchi dazu, welche dem herben Grapefruitgeruch eine gewisse Süße verleihen. Am Gaumen erfrischt der Wein fröhlich tanzend um die Zunge den Gaumen mit prickelnder Grapefruit gepaart mit leichter Süße. Die Papaya und Lichti sind auch wieder zu erkennen und geben dem Wein ein rundes Geschmacksbild. Der Wein war so herrlich erfrischend, dass er süchtig macht. Man möchte nur noch mehr. Daher erkundigte ich mich natürlich genau nach diesem Wein und diesem kleinen Bodegas in Calatayud. Dieser Wein war ein reiner Macabeo, was man selten antrifft. Ich habe genau diesen Wein auch nur bei einem Händler gefunden. Es gibt natürlich andere Macabeo, die muss ich mal probieren. Aber diese kleine Bodega hat es mir angetan. Ich möchte unbedingt die anderen Weine davon probieren und wenn ich mal dort in der Gegend bin dahin. Also ich kann nur empfehlen mal einen Macabeo zu probieren, wenn man leichte, frische und unkomplizierte Weine mag.


Viele Grüße

Esther

Verkostungsnotiz: Rosesekt Cuvee Milena(Schwarzriesling/Dornfelder), Weingut Krämer-Lorscheider, Mosel, extra trocken


Ein Sekt auf den man sehr gespannt ist. Ein Cuvee aus Schwarzriesling und Dornfelder und dann ein Rose, das gibt es nicht oft. Kräftige orange-rote Farbe glitzert im Licht. Der Geruch ist frisch fruchtig und die Kohlensäure kitzelt die Nasenspitze. Im Geschmack saftig rot nach Kirschen und Orangenschale. Eine leichte Herbe paart sich mit einer feinen Süße zu einem prickelnd freudigen Erlebnis, von dem man mehr will. Ein Hauch von roten Johannisbeeren macht den Sekt zu einem idealen Begleiter an heißen Sommertagen. Erfischende Eleganz mit fruchtiger Frechheit lassen einem jeden Schluck zu einem kribbelnden Erlebnis werden.


Viele Grüße

Esther